Frankreich mit Panne

Nach dem Frühstück erreichen wir auch pünktlich Lörrach, die Motorräder sind schnell abgeladen und wir verzurren unsere Sachen, um schnell den Weg Richtung Schweiz aufzunehmen.
Wir meiden die Autobahn und suchen Straßen auf denen wir zügig voran kommen, aber auch etwas von der Gegend sehen. Am Bieler See vorbei, machen wir Mittagspause in einem Restaurant am Neusiedlersee an der Straße, wo einige Lkws standen. Das ist immer ein gutes Zeichen für gutes Essen, dachten wir uns und wählten das Tagesmenü.

Gestärkt aber etwas müde fahren wir am Genfer See vorbei, umgehen wir zwar Lausanne aber quälen uns durch die Genfer Innenstadt. Kurz hinter der Grenze treffen wir auf die erste kurvenreiche Strecke und die Fahrerei fängt an Spaß zu machen. Kleine kurvige Straßen in hügeligem Gelände. In dem kleinen Ort Mons sagt Barbara über Funk, dass sich das Motorrad schwammig fährt, wir halten sofort und stellen einen Plattfuß am Hinterrad fest. Eine Schraube hat sich durch das Profil gebohrt. Barbara versucht dann fast eine halbe Stunde den ACE anzurufen, es war ständig besetzt, immer Warteschleife. Dann kam die Idee, den BMW-Assistance anzurufen.
Nach einer patzigen Antwort, Reifenpannen gehörten nicht zum Umfang der Tourassist und auch sonstigen Redewendungen wurde Barbara ein wenig
ungeduldig und der Gegenüber akzeptierte schließlich den Hilferuf und bestellte den Abschleppdienst. Gegen 19:00 Uhr kommt der Abschleppdienst
und transportiert die GS nach Bellegarde, stellt die GS in seiner Halle ab und bringt uns zu einem Hotel mit Aussicht auf die Berge. Am Montag
soll das Motorrad nach Annecy zur BMW-Werkstatt überführt werden.
Halbwegs zufrieden sitzen wir noch bis spät auf der Terrasse und blicken in die Landschaft.