Andorra

Eigentlich wollten wir einen kleinen Schlenker durch die Stadt Andorra la Vella machen, denn Einkaufen und etwas mitnehmen war wegen Platzmangel eh nicht möglich. Wir fahren von Sort aus die N260 talwärts, anfangs ist es noch recht frisch, die Sonne steht noch hinter den Bergen und wirft noch zuviel Schatten in das Tal. Je tiefer wir fahren, je wärmer wird es. In Adrall wird die N260 breiter und führt uns zurück nach La Seu d´Urgell. Den Ort lassen wir rechts liegen und fahren auf der geraden N145 recht zügig Richtung Andorra. Schon 2 Kilometer vor der Grenze ist Stau, Aufgrund der Enge fahren wir nicht an der Schlange vorbei, erst als die überdachte Grenzstation in Sicht war, fahren wir auf der rechten Spur vorbei. „Where do you come from?“ war die Frage des Officers. Mit der Antwort “Allemagna” gab er sich schnell zufrieden und winkte uns weiter.

Die Einfallstraße in die Stadt schiebt eine Schlange von Fahrzeugen vor sich her, rechts und links reiht sich Einkaufcenter an Einkaufscenter, ab und zu sehen wir auch Motorradläden. Im Stadtkern von Vella finden wir, ständig im Stau stehend, keinen Parkplatz und drehen genervt um. Auf dem Rückweg stoppen wir bei einem Motorrad-Klamotten-Geschäft auf der Suche nach einer Sommerhose. Die Preise sind schon deutlich niedriger als in Hamburg, vor allem Helme um 150 bis 200€ günstiger. Ohne großen Erfolg fahren wir zum nächsten Einkaufcenter und kaufen ein paar Lebensmittel ein. Auch die Tankstellen sind nur 1-2 Cent günstiger als im benachbarten Spanien.
Die Rückfahrt durch die Grenzstation nimmt weniger Zeit in Anspruch, während die Autofahrer die Kofferräume vorzeigen müssen, werden wir durch gewunken. Ziemlich schnell erreichen wir die N260, die uns wieder mit ihren engen Kurven bis Sort leitet.

…den Rest des Nachmittags verbringen wir am Fluss und genießen das Rauschen des Wassers, was aber recht abrupt gegen 17 Uhr fast aufhört. Das Wasser wird irgendwo zurückgehalten. Wir vermuten, dass  das Wasser zum Abend hin für Stromgewinnung benötigt wird und aufgestaut wird. Ich hatte 2 Flaschen Bier in das kalte Wasser gelegt, nach einer halben Stunde lagen die Flaschen aber schon im Trockenen. Auch am Abend wurde es wieder kalt, na ja frisch – mit 18°C war es immer noch recht warm.