Vom Sossusvlei nach Kobo Kobo

 

Vor Sonnenaufgang fahren wir mit drei Autos der
Lodge zum Sesriem-Tor. Ab hier geht’s entlang desuralten Tsauchab-Flussbett
bis zu seinem Ende im berühmten Sossusvlei. Die 65km lange Strecke
ist eine gut Asphaltstrasse entlang der großen Dünen, unter
anderem auch an die 100m hohe Düne 45, die laut Andy „ausgetreten“
ist. Am Ende der Teerstrasse, geht es weitere 5km durch Tiefsand zum Sossusvlei.
Diese Lehmbodensenke ist von einigen der höchsten Sanddünen der
Erde umgeben und durch Versanden des Tsauchab entstanden. Der Fluss transportiert
das Wasser bei besonders starkem Regen hier in die Senke und es soll dabei
sogar ein See entstehen.
Ab jetzt geht es zu Fuss weiter. Klar erklimmen
wir die Düne und genießen einen super Ausblick über das
Sandmeer. Auch wenn der Sand nocht nicht von der Sonne aufgeheizt ist,
ist der Weg auf dem Dünenkamm recht mühselig. Dafür geht
es abwärts um so schneller. Komischerweise sind unweit der Rastfläche
auch Oryx Antilopen und Springböcke unterwegs und fressen von den
dürren Pflanzen.Die Fahrer der Autos haben bereits das Frühstück ausgepackt.
Jeder erhält eine  Frühstückbox und wir geniessen die
beeindruckende Landschaft und das Frühstück. Entlang der Dünen
im Schatten der teils verdorrten Bäume fahren wir zurück zur
Lodge.
Wieder auf die Moppeds geht es die gleiche Strecke
zurück bis Sesriem, diesmal zum tanken. Der Tsauchab der die C19 quert
hat nur noch wenig Wasser und die Durchfahrt macht jetzt keine Probleme.
Gut das wir morgens mit den Autos gefahren sind, denn morgens hätten
wir hier mit den Motorrädern  einige Probleme bekommen.Anscheinend ist der Regen nur bis zur Straße, der C27, gekommen.
Die Hänge der Naukluftberge sind deutlich grüner, während
die Namib in gelblich weißem Licht erscheint und richtig trocken
ist, wobei viele gelbe Büschel zu sehen sind.  Wir fahren von
Sesriem Richtung Solitär, eine kleine Siedlung mit der einzigen Tankstelle
weit und breit sowie einem Bäcker, wo wir wieder den berühmten
Apfelkuchen essen.
 Nach kurzer Pause und tanken fahren wir
weiter über die C14 zum Gaub-Pass, der eigentlich nur am Schild zu
erkennen ist. Wir überfahren wieder den südlichen Wendekreis,
Tropic of Capricorn.Der Kuiseb-Canyon stattdessen ist recht imposant. Der 560km lange Kuiseb
ist einer der stärksten Riviere in Namibia und entspringt im Khomashochland.
Er hat den Canyon in das Schiefer und Quarzit geschnitten und dabei eine
Landschaft geformt, die schroff ist und menschenfeindlich scheint, wie
man sie auf dem Mond vermuten würde.
Die D1998 führt uns wieder in den Namib-Naukluftpark
und wir erreichen die Einfahrt zur Kobo-Kobo Lodge, die über eine
10km lange Endurostrecke mit Fels und Tiefsand zu erreichen ist. Es ist
die eindrucksvollste Lodge auf der Tour, viele kleine Hütten aus Stein,
Außenduschen und Zelte.Zum Abendessen gibt’s feinstes Kudusteak vom Grill und einen leckeren
Rotwein. Der Abend wird noch lang…

Wir 3 Paare übernachten in drei Häusern die in marokkanischem
Stil gebaut sind, etwas unterhalb der eigentlichen Lodge. Wir haben den
Vorteil, dass wir auf dem Dach übernachten dürfen  – wir haben ein Millionen-Sterne-Hotel.