Von Swakopmund über Cape Cross nach Uis

 

Nach dem Frühstück reisen wir entlang
der mit Salz beschichteten Küstenstraße weiter nach Norden.
Etwa 10 km in nördlicher Richtung von Swakopmund entfernt befindet
das größte Salzwerk des Landes. Das natürliche Vorkommen
ist bereits seit Mitte der 50er Jahre erschöpft und heute werden täglich
bis zu 18 Millionen Liter Meerwasser in künstlich angelegte flache
Becken zur Verdunstung gepumpt. Später werden am Straßenrand
hübsche Salzkristalle auf kleinen Kisten und Tischen zum Kauf angeboten.
Die Kristalle sehen aus wie Schmucksteine, schmecken aber original salzig.
An Wlotzkasbaken und Hentiesbaai vorbei geht
es zum Kreuzkap-Robbenreservat von Cape Cross. An der Naturreservat-Station
müssen wir auf Andy warten, weil wir nur mit einem Auto in das Reservat
fahren dürfen, alles Reden hilft nichts, die Motorräder müssen
draußen bleiben.
Hier in der größten Pelzrobben-Kolonie
leben bis zu 250.000 Tiere und entsprechend stinkt es auch. Es wimmelt
von schwarzen Robben an Land wie auch im Wasser, es quiekt und blökt
und dazu der Gestank. Im fischreichen Wasser des arktischen Benguela Stromes
finden die Robben ausreichend Nahrung.

Nachdem wir ausreichend Fotos gemacht haben fahren wir auf dem Landrover
zurück zum Eingang wo wir die Motorräder schon wieder auf uns
warten.

Nach 30km biegen wir auf die D2303 und es wird
schlagartig wärmer als wir die erste Kuppe überfahren. Es beginnt
eine schöne Fahrt durch das Damaraland zum fast 2.000 Meter hohen
Brandberg-Massiv. Die Schotterstraße ist eng bewachsen, die Dornenbüsche
sind bis 2 m hoch und reichen bis an die Fahrbahn heran.

Wir biegen auf die D2342 und der Brandberg ist immer in Sicht. Die
Farben der Hügel und Flächen sind fantastisch und die ersten
Welwitschias tauchen auf. Auf den ersten Blick scheint sie wie ein loser
Blätterhaufen im Sand zu liegen, tatsächlich sind es nur zwei
Blättern, die sich in Streifen teilen. Die Pflanzen, an der wir angehalten
haben muß  über 100 Jahre alt sein. Ab und zu sehen wir
auch blühende Welwitschia am Pistenrand.

Nach dem wir die C35 erreichen, fahren wir nach
Uis zum Tanken und weiter zum White Lady Guesthouse. Wir trinken einige
Windhoeklager um den Staub der Pisten wegzuspülen.Ein kurzer Spaziergang durch die Stadt führt uns zum Restaurant,
wo wir abends auch noch eine Gesangseinlage der Bedienung geboten bekommen.