vom Mount Etjo zur Windhoek Mountain Lodge

Wir fahren die ausgewaschene D2483 zurück zur D2414 und fahren
auf gerader, ebenen Schotterpiste durch weites, grünes Farmland am
Mount Etjo vorbei. Wir überqueren den Omaruru River, der aber schon
trocken ist. 

Schließlich biegen wir auf die D2121, Wolfram öffnet das
Gatter und lässt und mit einem freundlichem Gruß durchfahren.
Die Piste wird schmaler und sandiger, die grünen hochgeschossenen
Büsche und Bäume reichen bis an die Straße heran. Wir wechseln
auf die D2110, der Sand wird an einigen Stellen tiefer und die Büsche
durchweg geschlossene, alles ist grün.

Kurz vor Okahandja treffen wir neben der Bahnlinie auf richtigen Tiefsand
mit massiven Spurrillen. Hier muss es richtig heftig geregnet haben und
die Asphaltstraße ist erstmalig unsere Rettung. 
Wir fahren durch Ort Okahandja, der bis heute das wichtigste traditionelle
Zentrum der Herero ist und stoppen beim Holzschnitzermarkt am Ortsausgang.
Gegenüber ist eine Tankstelle und ein Bistro. Wir gehen nach dem Tanken
auf den Markt und werden natürlich gleich von einigen Jungs angesprochen
in ihren Shop zu kommen. Es ist schon ein wenig nervig aber auch interessant.
Ich frage den einen Herero ob er Anton heiße, selbstverständlich
bejahte er das weil er mit seinem Namen äußerst flexibel ist.
Prompt erinnert er mich an mein Versprechen beim letzten Besuch, in seinen
Shop zu kommen. Wir schlendern durch die Shop und kaufen nach zähem
Verhandeln eine Giraffe und Schmuck. Später stellen wir fest, dass
die Preise schon in Ordnung sind. 
Nach einem leckeren Sandwich und Kaffee im Bistro geht es kurz über
die B1 auf die D2102, die parallel zum Swakop läuft und den trockenen
Fluss auch quert. Die Piste wird immer schlechter aber auch hügeliger
und kurviger, damit auch interessanter. Einige Tiefsandpassagen sind zu
durchfahren, die Straße ist richtig ausgewaschen. Schließlich
treffen wir wieder auf den Swakop und die Durchfahrten werden immer tiefer,
die Absätze am Flussbett immer höher. Nach dem wir den felsigen
Pass erreicht haben entspannt sich die Straße und wird wieder gut
befahrbar. 
Wir erreichen dann auch die asphaltierte M53 und fahren recht zügig
nach Windhoek, um zu tanken und dann zur Windhoek-Mountain-Lodge zurück.
Die Wolken werden immer massiver und dunkler. Kurz nach unserer Ankunft
und dem ersten Windhoek Lager in der Hand , fängt es an zu regnen.
Es gießt in Strömen, im Haus gibt es ein paar Stellen im Dach
die den Regen durchlassen, aber das scheint hier nicht ganz so schlimm
zu sein…

Der Regen hörte irgendwann auf und wir sammeln uns an der Bar,
Richie zeigt einpaar Videos und schließlich wird das leckere Buschmann
Fondue angerichtet. 

Der Abend wir wieder lang und wir freuen uns alles gut überstanden
zu haben.