Campingzubehör

Alles was man braucht ist ein gutes Motorrad und …Campingzubehör,
Der schwerwiegende Grund nicht zu campen liegt schon oft an der Wahl der Ausstattung, wir möchten hier einfach unsere Kenntnisse und Erfahrungen zum Thema Campen mitteilen.

Zelt

es gibt verschiedene Varianten eines Zeltes, mit unterschiedlichen Formen, Aufbaueigenschaften, Gewicht und Größe, Eigenschaften, die die Nutzung stark beeinflussen. Man muß sich erstmal die Frage stellen

  • wohin soll es gehen ?
    • ins Warme – dann sollte das Zelt viele Belüftungsmöglichkeiten haben, das Innenzelt sollte eventuell sogar alleine, ohne Aussenzelt stehen.
    • nasse Gefilde ? das Zelt sollte im Nassen ab- und wieder aufbaubar sein,
    • dazu ist das Innenzelt herausnehmbar, das Aussenzelt sollte allein stehen.
    • wie hoch ist die Wassersäule
    • ist das Zelt gut gegen Sturm ?
  • welche Ansprüche habe ich an der Größe
    • muß ich drin stehen können oder fühle ich mich am Boden wohl ?
    • vieleicht muß ich mich bei Regen längere Zeit im zelt aufhalten
    • wie schwer darf es sein
    • was kann ich schleppen ?
    • wie groß darf es sein
    • das Packmaß ? wie groß darf es eingepackt sein
    • wie oft baue ich es auf und ab
    • bleibe ich lange am Ort oder ziehe ich jeden Tag weiter, da kann die Zeit schon eine Rolle spielen
    • wie funktioniert der Auf- bzw. Abbau bei Dunkelheit – mache ich das blind oder ist es zu kompliziert – hat das Zelt verschieden große oder farbige Stangen
  • wer kommt mit ins Zelt ?
    • wieviele Personen sollen untergebraht werden. Es gibt 1,2,3,4 Personen- und Familienzelte, letztere sind dann wohl eher für Gespannfahrer ratsam.

Kuppel-Zelt


Die einfachste Form ist das Kuppel-Zelte, mit gekreuzten Gestänge wird das Innenzelt zuerst aufgestellt und dann das Außenzelt übergeschlagen. Die Zelte werden schon günstig bei den einschlägigen Discountern angeboten. Wen man das Zelt nur wenige Mal im Jahr benötigt, z.B. nur auf Motoraftreffen, dann ist dies wohl ok.

Vorteil: billig, relativ großer Raum, man benötigt wenig Häringe
Nachteil: oft schlechte Qualität, Auf- und Abbau ist wetterabhängig, die Apsis ist klein wenn überhaupt vorhanden.

Geodät-Zelte


sind spezielle Kuppelzelte, bei denen sich mehrere Gestängebögen kreuzen und die Außenzeltfläche in kleinere Flächen teilen. Das Außenzelt wird dabei an die Gestänge gehängt, das Innenzelt kann innen angehängt werden. Geodätzelte sind sehr Windstabilität.

Vorteil: windstabil, wetterunabhängiger Aufbau des Innenzeltes, geringes Gewicht und kleines Packmass, gute Belüftung, großer Innenraum, lassen sich schnell Auf- und Abbauen, muss nicht zwingend abgespannt werden
Nachteil: kleine Apsis

Tunnelzelte


die Gestänge werden zum Bogen parallel nebeneinander aufgespannt. Und bieten die beste Raumausnutzung – und sind bezüglich Volumen relativ leicht. Sie lassen sich schnell aufbauen, da Innen- und Außenzelt meist miteinander gekoppelt sind. Das Innenzelt ist  im Außenzelt eingehängt und kann separat ausgebaut werden.

Vorteil: großer Raum, große Apsis, mehrere Eingänge, schnell auf- und abzubauen – relativ geringes Gewicht
Nachteil: muss abgespannt werden und benötigt deshalb viele HeringeWir haben uns schon vor Jahren für Tunnelzelte entschieden, die es auch in verschiedenen Größen gibt. Als Zelt für ständigen Auf- und Abbau war das Tatonka Alaska III genial. Es hat eine „Stehhöhe von knapp 95 cm, die Liegefläche ist 1,30/2,10m, die Apsis ist mit 1,8m Länge gut zum Vertauen von Koffern und Schuhen etc.. Notfalls kann man da auch kochen.  Der Eingang ist natürlich mit 60cm Breite und knapp 80cm Höhe recht knapp.

Sind wir länger an einem Ort, so war das Jack Wolfskin Flexibility die Wahl. Es hat eine Stehhöhe von knapp 1,90 m, die Liegefläche ist 2,25/2,15m mehr als ausreichend, die Apsis ist mit 2,1m Länge gut zum Frühstück im Regen. Hier hat man auch ausreichend Platz zum Kochen. Trotz der Größe ist es dennoch relativ kompakt und wieght „nur“ 10kg.
Je nachdem, wo wir hinfahren und wie lange wir bleiben, nehmen wir das kleine oder das große Zelt mit. Auf Treffen nehmen wir eher das kleinere mit, weil es weniger Grundfläche braucht und wir auch nicht soviel dabei haben (halbe Küche und so).
Beide Zelte kamen in die Jahre und wir haben uns nun für den Kompromiss, das Eureka BigHorn 3D entschieden. Die Stehhöhe ist mit 1,35m noch gut genug um sich die Hose nicht im Sitzen anziehen zu müssen, zu zweit hat man genügend Platz und die Apsis reicht auch aus um dort bei Regen zu kochen und zu essen.
Das Gewicht liegt bei 3,8kg, was beim Motorrad aber auch eher zweitrangig ist, zumal wir ja mit 2 Motorrädern unterwegs sind…

Tarp


auf Reisen in den Süden haben wir ein Tarp dabei, es kann über oder vor das Zelt gespannt und bietet Schutz vor der Sonne (ist nicht so gut wie ein Baumschatten) oder vor leichtem Regen. Wenn das Zelt länger in der Sonne steht und sich die UV-Strahlen auf sich wirken lässt. Kommt es schneller zu Verschleißerscheinungen. Ein Tarp kann das schon reduzieren. Wir haben ein Tatonka Tarp Fehlfarbe für 79,90 DM gekauft, original kosten sie das doppelte bis dreifache.

PE-Unterlage

Das Zelt packen wir in eine Ortlieb-Rolle, zusammen mit dem Tarp und der Zeltunterlage. Die Unterlage aus Gewebe-PE ist sehr wichtig bei steinigen Untergrund, damit der relativ empfindliche Zeltboden nicht beschädigt wird. Die Folie werden wir meistens nach der Tour weg.

Schlafsack

Auch bei der Wahl des Schlafsack ist der Zweck entscheidend. Wir fahren zu verschiedenen Zeiten, in warme oder kalte Gefilde, bei trockenem oder nassem Wetter.Schon bei der Frage, ob der Schlafsack mal nass werden kann, entscheidet sich ob ich einen Daunen- oder Kunstfaserschlafsack nehme. Besteht die Gefahr, dass der Schlafsack nass werden könnte steht schon fest, dass es kein Daunenschlafsack wird. Er hat zwar in allen Temperaturklassen das geringste Gewicht und ein super kleines Packmaß. Doch wenn er nass wird, müsste man ihn eigentlich waschen und langsam trocknen, da sich die Daune verkleben kann. Damit fällt er für eine Motorradtour unserer Ansicht schon mal aus. Bleibt die Kunstfaserschlafsack, der trocknet recht schnell und ist  eher feuchteunempfindlich. Bei den Temperaturangaben gibt es drei unterschiedliche Angaben:

Komforttemperatur T comf: Dieser Wert wird für eine “Standard-Frau” (25 Jahre, 60 kg, 1,60 m) errechnet, die gerade noch nicht friert.
Grenztemperatur T lim: Dieser Wert wird für einen “Standard-Mann” (25 Jahre, 70 kg, 1,73 m) berechnet, der gerade noch nicht friert.
Extremtemperatur T ext: Dieser Wert wird für eine “Standard-Frau” (25 Jahre, 60 kg, 1,60 m) unter starker Kältebelastung berechnet. Hier besteht erhöhtes Risiko der Unterkühlung.

Als Orientierungswert beim Schlafsackkauf sollte der erste Wert (Komfortwert T comf) dienen: Wenn wir gen Norden fahren, nehmen wir den Dicken mit. Bei uns heißt er Ajungliak Kompakt Winter mit . Der Komfortbereich des Kompakt-Winter geht bis -3 °C, der Grenzbereich geht bis -9 °C und der Extrembereich bis -27 °C.
Das Material ist vollsynthetisch, außen Nylon, innen Polyester. Mit ca. 2,0kg und einem angemessenem Packmaß ist der Schlafsack noch gut unter zu bringen.

Für den Süden reicht uns ein preiswerter Schlafsack für knapp 50€, z.B. der Meru Nightdream. Temperaturbereich: 8 °C / 4 °C / -11 °C. Das Material ist vollsynthetisch, außen Nylon, innen Micro Polyester. Das Packmass ist gut und mit 1,5kg ist er auch recht leicht.

Im Schlafsack haben wir zusätzlich ein Baumwoll-Inlet, das auch die Temperatur noch ein wenig optimiert und auch angenehmer ist, außerdem schont es den Schlafsack.

Hier noch ein Tip am Rande: Die Schlafsäcke sollten nicht über längere Zeit im Packbeutel bleiben, d.h. den Schlafsack über Winter auf alle Fälle locker lageren. Wir packen sie in alte Kopfkissen und legen sie auf den Dachboden. Die Fasern verklumpen so nicht bzw. werden zusammengedrückt.

Isomatte:

Wir hatten über 15 Jahre lang die gemeine selbst aufblasbare Thermarest mit auf Tour, hier aber schon die Luxusvariante. Extra groß und besonders dick müssen sie schon sein  Maße: 196 x 63 x 5 cm. Packmaß:66 x 15 cm Ø. Gewicht: 1700 g.
Unsere Rollen waren schon recht mächtig und das eigenständige Aufblasen war auch nicht mehr so richtig vorhanden – sie kommen eben auch in die Jahre. Barbara hat noch Stoff-Überzieher für die Matten genäht und so ist es echt gemütlich.

Getestet hatte ich auch die leichteste und modernste Isomatte der Welt – die Therma-Rest Neo Air – Large . Die erste Wahl für alle, die ihr Gepäck bei jeder Reise so leicht und kompakt wie möglich halten wollen. Das Gewicht mit 550g für die Large-Matte, Maß von 196/63/6,3, Packmaß 31/12cm war das Teil einfach spitze. Dazu hatte ich noch den passenden Überzug – der aber auch schwer über zu ziehen war. Das und das lästige Aufblasen sowie das Knistern der Neo-Air in der Nacht hat mich ein wenig gestört.

Nun haben wir die EXPED SynMat 9 Pump DLX, Die SynMat hat eine Kunstfaser-Füllung und ist sehr bequem, leicht und superkompakt zu verpacken. Mit der integrierten Pumpe ist die Matte schnell aufgeblasen und sie lässt sich auch schnell zusammenpacken. Zum Entlüften dient ein flaches Entlüftungsventil mit Einwegklappe. Gewicht ca. 1.160 g, Temperaturbereich bis -25°C, Maße (Länge/Breite/Dicke) ca. 197 x 65 x 9 cm, Packmaß ca. 27 x 16 cm. Parallel zur SynMat gibt es auch die  DownMat, mit Daunenfüllung, sie ist deutlich teurer – Vorteile hat sie aber meines Wissen kaum. Die Bezüge passen auch über die Matte – es ist einfach angenehmer auf Baumwolle zu schlafen als sich am Synthetik zu schmiegen.

Gepäckrolle

Natürlich darf ein Kissen nicht fehlen. Das Ganze,2 Kissen, 2 Bezüge, Baumwollinlets, 2 Schlafsäcke und die beiden Isomatten packen wir in den Ortlieb Rack Pack XL, dazu werden noch Handtücher oder Fleecejacken mit eingepackt.
Camping
Der Ortlieb Rack-Pack PVC XL (gibt´s auch kleiner S-XL), ist der Packsack schlecht hin. Absolut wasserdicht. PVC-beschichtetes Polyestergewebe mit verschweißten Nähten. Der Rollverschluss auf der Längsseite ermöglicht bequemes packen der Klamotten. Mit Traggriff, Gurt wird der Sack auf das Motorrad geschnallt, hält alles aus.
Wir haben den XL auch schon im Flugzeug mitgenommen – der Sack hält alles aus.
Sack

Um den Sack auf das Motorrad zu spannen, gibt auch viele Philosophen, die entweder mit Gepäckspinnen, Gummistrapse oder ähnliches Ihr Glück versuchen. Recht fest und gut gesichert ist die Gepäckrolle durch die Rokstraps Straps, die z.B. bei Touratech für 15 € zu haben sind. Nachteil ist bei den Strapsen, dass sie sehr schnell zu lösen sind – und weg ist die Tasche.
Wir verwenden die einfachsten Zurrgurte vom Baumarkt, die sind solide und absolut sicher, wenn sie einwenig vertüdelt sind, löst sie so schnell kleiner 🙂  Sollten sie mal am Ende ausfransen, einfach die Fransen mit einem Feuerzeug absengen.

Strapse

Tisch:

Wir haben einen Holzrolltisch, mit 50/50cm und ca. 60cm Höhe, Packmaß ca. 50/20 cm Ø. Diese Modelle gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen – meistens in Aluminium. Wir haben ihn auch nur dabei, wenn wir selten die Orte wechseln.
Ein guter Ersatz für einen Tisch bieten die Alu-Koffer, es reicht meisten 2 Koffer nebeneinander zu stellen – fertig.

Stuhl

auch bei den Stühlen gibt es viele Varianten – Packmaßund Sitzkomfort widersprechen sich leider allzu oft und man muß für sich das geeignete Sitzmöbel finden. Oft findet man aber auch auf Campingplätzen schöne Sitzmöglichkeiten.
Dreibein
Der einfachste und preiswerteste ist Stuhl ist wohl der dreibeinige Hocker. Die Sitzhöhensind um die 40 cm. Die Sitzfläche sind meist aus unempfindlichem Nylongewebe oder auch in Leder. Lackiertes Stahlrohr mit einfachen Kunststoff-Endkappen oder für den Naturliebhaber in Holz. Eingeklappt hält ihn ein Klettband zusammen. Inkl. verstellbarem Tragegurt. Packmaß: 56 x 7 cm Ø. Gewicht: 745 g
Der Walkstool ist da schon die gehobenere Variante, sehr bequem aber immer noch ohne Lehne. Preislich liegen die Walkstool schon ab 50€ aufwärts, haben aber ein gutes Packmaß, sind stabiler und leicht.

Faltstuhl
Dann gibt es die robusten Aluminium- oder Stahlrohrkonstruktion mit kleinem Packmaß und Bezug aus kräftigem Polyestergewebe. Packmaß: 75 x 20 cm Ø und Gewicht jenseits der 2 kg
Wir haben mal durch Zufall welche von Bekannten bekommen, die sie wiederum in Italien fanden. Wir haben noch keine bessere Alternative gefunden – sie werden einfach auf die Rolle festgezurrt und fahren einfach mit.

Sonstige Sitzmöglichkeiten
Von Thermarest werden sogenannte Trecker Lounge angeboten, die die Thermarestmatte als Falthocker umfunktionieren. Man muss es probieren und für sich das beste herausfinden.
Bilder unserer Möbel siehe oben.

Geschirr

2 tiefe und 2 flache Teller aus Melamin
Standardbesteck (eins vom Bund und einen alten Satz aus der Küche) und 2 kleine Löffel
1 scharfes Messer – kann auch ein Fahrtenmessersein – muß aber nicht
2 Edelstahltassen für Kaffee,
2 Plastikbecher
0,3l
1 Dosenöffner

mehr braucht man nicht unbedingt.

Kochgeschirr

es gibt mittlerweile super leichte und gut verstaubare Kochsets, z.B. das Esbit Kochgeschirr HA Nonstick oder das MSR Quick 2 System sind super – kosten aber auch von ca. 50,- bis xx,-€ . Letzteres hat Kunststofftassen und ist als Packet ein Traum von Packmaß. Von den einfachen Alutöpfen möchten wir abraten, weil der Abrieb recht heftig ist und das Essen auch schnell anbrennt.
Wir verwenden ein mittlerweile 10 Jahre altes Edelstahlset mit Griffzange – dazu eine Trangia Bratpfanne 22cm Durchmesser und die dazugehörige Multiplatte, die als Sieb, Deckel oder Schneidebrett dient. Ganz wichtig ist die alte zusätzliche Griffzange.

Kaffee

zum Kaffeekochen verwenden wir den Topf, die Tatonka Thermoskanne und die super Erfindung – den faltbaren Kaffeefilter.
Sofern auf Campingplätzen Strom zur Verfügung steht, nutzen witr zum Wasserkochen auch einen alten Tauchsieder, der nimmt nicht viel Platz und man spart so Gas.

Faltschüssel

wer schon mal am Fluß in Norwegen gezeltet hat, kennt die Vorteile einer Faltschüssel. Die Ortlieb Faltschüssel ist zwar recht teuer, lohnt sich aber. Egal ob Wasser aus dem reißenden Fluß holen, zum Bier kühlen oder zum Geschirrspülen auf dem Campingplatz. Ein ganz geniales Utility.
Sie besteht aus PVC-beschichtetes, nahtverschweites Polyestergewebe, eine neue Variante (auch als Noname günstiger) gibt es mit Tragegriffen, muß aber nicht sein.
Die Faltschüssel  29 x 29 x 16 cm ist  255g schwer und läßt sich auf 10 x 15 cm zusammenfalten.

Wasserbeutel

Der kompakte Wasserbeutel von Ortlieb ist in den verschiedenen Größen erhältlich. Das Gewebe außen ist reiß- und wasserfest, die Beschichtung innen für Trinkwasser geeignet. Die 4 und 10 Liter Versionen können mit den Griffen gut an Ästen oder ans Motorrad aufgehängt werden. Bei längeren Etappen kann man auch Wasservorrat mit nehmen und auf dem Motorrad verzurren – der Wasserbeutel ist stabil genug.

Plastik-Dose

Zum Ordnen im Koffer ist eine Plastikbox – z.B. Tupper o.ä. ganz wichtig. Kaffeepulver und -filter, Fläschchen mit Essig und Öl, Gewürze sowie die Zuckerdose finden dort Platz. Da die Flaschen recht klein sind, muß man schon mal Mitcamper oder in Restaurants um Befüllung bitten, ist aber selten ein problem. Auch beim Zucker ist schnell Nachschub gefunden.

Kocher

Die Wahl der Kocher ist auch wieder eine Philosophie für sich, es gibt soviele verschiedene Systeme: Spirituskocher, Multifuel oder Allesbrenner, Benzinkocher, Gaskocher.

Der Trangiaspirituskocher war wohl der erste, den schon jeder zusammen mit den Alu-Töpfen als Einsteiger besessen hat. Der Vorteil ist eindeutig das kleine Packmass und die Unempfindlcihkeit gegenüber Wind bzw. Sturm. Dafür ist die Brennleistung nicht so super. Das Einsteigersystem gibt es schon ab 40,-€ Der Brenner selber ist schon für 15,-€ zu kaufen. Zum Brenner benötigt man dann aber auch immer noch die  Spiritusflasche.

Die Multifuelbrenner sind schon ausgefeilter, da ist schon Feinwerkmechanik drin und kosten auch schon ab 100,- aufwärts. Diese Brenner verheizen Benzin, Petroleum aus handelsüblichen Benzinflaschen und Gas aus Schraubkartuschen – hier sind Coleman und Primus als Marke zu nennen. Den Kocher gibt es mit externer Benzinflasche (Packmaß ca.  18/9/9cm Gewicht ca. 510g) oder integriertem Tank (Packmaß 13/ 12cm Durchmesser, Gewicht ca. 600g) – eine Reserveflasche benötigt man aber auch. Die Preise spiegeln sich in der filigranen Technik wieder, auch die Wartung darf nicht außer Acht gelassen werden.

In ähnlicher Preisklasse rangieren auch die Benzinkocher, die Abmessungen und die Ausführungen sind auch ähnlich den Multifuels mit externer Benzinflasche oder integriertem Tank.
Wie beim Multifuelkocher darf nur gereinigtes und bleifreies Benzin verwandt werden. Normales Benzin aus dem Motorradtank lösen Dichtungen auf – das war auch der Grund für die Explosion unseres Coleman, der dann in die Tonne getreten wurde, wir schließen aber auch nicht aus, dass wir den Coleman Kocher nicht richtig gereinigt haben.

Bei den Gaskochern gibt es im Grunde 2 Ausführungsarten, die einen werden auf die Kartusche geschraubt und stehen recht hoch – Nachteil ist bei wackeligem Untergrund kann man den nicht verwenden. Dafür ist der Preis genial und für kleines Geld gibt es schon leistungsfähige Kocher.
Die 2. Ausführung ist der alleinstehen Kocher, mit Füssen und einer Topfaufstellfläche, die Schraubkartusche ist mit einem Schlauch verbunden.  Aufgrund des niedrigen Schwerpunktes hat der Kocher einen sicheren Stand. Die kompakte Bauform sorgt für ein geringes Gewicht und geringes Packmaß.
Eine weitere seltenere Ausführung ist ein Kocher mit Ceranfeld und Piezo-Zündung, die sich aufgrund der Konstruktion beim Motorradfahren nicht bewährt haben.

Wir haben uns letztlich für einen Snow Peak als alleinstehenden Kocher entschieden, dazu passen alle Schraubkartuschen von Primus.  In Nordeuropaund auch USA sind Kartuschen von Primus weit verbreitet, während Campinggas eher im Süden vertreten ist. Mittels Adapter ist aber auch die Kartusche von Campinggas zu verwenden. Auch für Steckkartuschen, die in abgelegenen Gebieten immer noch angeboten werden, gibt es noch einen Adapter.

Grill

für den Urlaub in Schweden kauften wir uns bei Globetrotter diesen Reisegrill mit super Packmassen, gute Qualität, standfest und schnell sauber gemacht. Wir haben ihn jeden Tag gebraucht. Obwohl der kleine Grill nicht besonders gross erscheint, so nehmen wir ihn eigentlich doch selten mit – es gibt wohl wichtigeres.
Es scheint ihn aber nicht mehr zu geben.

Koffer

Nun haben wir alles zusammen, um uns ordentlich zu ernähren und wir bringen das ganze Sammelsurium in den linken (kleineren) Alukoffer der F800GS unter. Der Koffer ist recht knapp, wegen des Auspuff, dennoch kriegen wir alles unter.
Tassen, Becher und Besteck sind im lila Beutel untergebracht, im roten Beutel sind diverse Kleinigkeiten untergebracht: Nähzeug, Spültücher, Spülmittel in einer kleinen Flasche, Wäscheklammer und –Leine, Flickzeug für das Zelt, Isomatte, Nahtdichter….
Im anderen Koffer sind meine Klamotten…

Anbieter der Ausstattung

www.globetrotter.de
www.louis.de
www.touratech.de
www.biwakscharte.de