Zwei Tage in Kapstadt

Heute wollen wir uns die markanten Highlights in der Innenstadt von Kapstadt ansehen und fahren mit dem Ticket durch die Stadt:

Waterfront

Die Victoria und Alfred Waterfront in Kapstadt ist die meistbesuchteste Touristenattraktion in Cape Town. Seit 1991 ist sie für viele Urlauber der erste Anlaufpunkt. Wir bummeln durch die Shoppingzentren an den zahlreichen Restaurants und Cafe’s vorbei.

Noch immer fahren in den Hafen Schiffe ein und aus und durch die Arbeiten an den Booten herrscht auch weiterhin ein gewisses Hafenflair. Es werden immer noch Schiffe restauriert und repariert, Yachten und Fischerflotten laufen im Hafen zum lackieren ein, dadurch ist der Charme eines Hafen stets erhalten geblieben.
Die Bars direkt am Wasser laden natürlich zum kühlen Getränk ein.

Long Street und Greenmarket

Wir fahren mit dem Bus zur Longstreet. Sie zählt zu den ältesten Straßen in Kapstadt. Sie war mit einer Länge von 3,8 Kilometern – zu Gründerzeiten tatsächlich die längste Straße im Stadtkern und reichte vom Hafen bis nach Tamboerskloof. Die zahlreichen viktorianischen Gebäude mit ihren kunstgeschmiedeten Balkongittern, die in den letzten Jahren aufwendig restauriert wurden sind besonders schön.
Wir landen schließlich auf dem Greenmarket.

Gleich zu Beginn des Marktes treffen wir auf einen Stand mit wunderschön gemalten Bilder, der junge Verkäufer bietet uns gleich seine Ware an, wir möchten uns aber erst einmal ein paar andere Stände und Bilde ansehen, mal schauen. Greenmarket Sqaure liegt zwischen Shortmarket und Longmarket Sts. in der Innenstadt und ist wohl der bekannteste Flohmarkt von Kapstadt, umgeben von alten Gebäuden, Cafés und Hotels.

Hierher kommen die Händler mittlerweile aus den verschiedensten Ländern Afrikas und verkaufen Textilien und kunsthandwerkliche Produkte, es gibt aber auch Secondhand-Bücher und anderes zu kaufen. Unser Fokus ist auf die Bilder gerichtet die an vielen Ständen angeboten werden, die vielen Souvenirs, die meist aus Kenia oder gar China stammen sind wirklich nicht anziehend . Das erste Bild ist doch das Schönste, stellen wir endlich fest und wir gehen zu dem Stand zurück, der junge Verkäufer freut sich und wir verhandeln mit ihm und kaufen zwei schöne Bilder.

Wir schlendern weiter und erreichen den Company’s Garden. Der botanische Garten wurde durch Kapstadts Gründervater Jan van Riebeeck im Auftrag der Holländisch -Ostindischen Handelskompagnie angelegt. Company’s Garden ist heute ein ausgedehnter Park und botanischer Garten. Besonders im Sommer, wenn sich in den Häuserschluchten der Stadt die Hitze staut, ist ein Bummel durch die schattigen Parkanlagen mit seinem schönen alten Baumbestand ausgesprochen erfrischend.

Am Ende des Parks treffen wir wieder auf die Long Street und schlendern entlang der alten Häuser, wo die schmiedeeisernen Balkongeländer der Blickfang sind. Vorbei an verschiedenen Backpacker Hotels und diversen Cafes und Restaurants, u.a. auch am Mama Africa, eins der bekanntesten Restaurants mit Lifemusik.

Wir halten schließlich am Pan Africa Market und gehen durch das bunte Treppenhaus in das im Obergeschoss befindliche Timbuktu Café.
Hier gibt es auf dem zugewachsenen Balkon äthiopische Spezialitäten und leckeren äthiopischen Kaffee, die Atmosphäre ist einzig.
Alles dauert eweig und die alten Sofas sind mächtig durchgesessen aber wir genießen die Atmosphäre

Tafelberg und kleine Stadtteile

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Linienbuss zum Tafelberg, irgendwie reizt es doch nach oben zu fahren und den Blick auf die Stadt zu geniessen, das Wetter ist herrlich es ist windig, aber dadurch auch absolut klare Sicht.

Als wir endlich ankommen, wundern wir uns schon das es so leer ist, kein wunder, die Bahn fährt nicht, der schöne Wind ist so stark das die Bahn nicht fahren kann – schade, aber wir stehen am Fuss eines faszinierenden Berges und haben trotzdem einem tollen Blick auf Kapstadt.

Wir fahren mit dem Bus zurück und nach Woodstock, ein ehemaliges Industriegebiet, in dem heute viele Lagerhäuser leer stehen oder von artfremden, modernen Kleinunternehmen belegt ist.
Wir gehen eine Seitenstraße entlang und finden auch die Biskuit Mill, wo eigentlich ein Markt sein soll – leider nicht Sonntag‘s und wir ziehen wieder von dannen. Die Straßen sind bis auf einige Jugendliche, die an einem Auto arbeiten leer, uns überkommt ein komisches Gefühl aber das ist absoluter Quatsch, warum sollen die gerade auf uns warten, wie blöd sind eigentlich Vorurteile.

Bo-Kaap

Mit dem Bus fahren wir zurück in die Innenstadt und erreichen das muslimische Viertel Malay Quarter, auch Bo-Kaap genannt.
Der interessante, historische Teil wird von den Kapmalayen bewohnt. Einige Minarette und wunderschöne pastellfarbene Häuser prägen das Bild der im späten 18. Jahrhundert entstandenen Wohngegend.
Wir schlendern auf dem Kopfsteinpflaster durch die bunten Häusergassen und der Fotoapparat hat einiges zu tun, die Eindrücke festzuhalten.

Die Kapmalayen sind Nachkommen jener Sklaven, die in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus Asien kamen.
Die bunten Häuser sind mittlerweile zum Touristenmagnet geworden und auch wir mögen die bunten Fassaden.
Als wir auf die Buitengracht gelangen und finden wir auch das BMW-Motorrad-Center Kapstadt. Ein super großer Laden aber leider geschlossen – es ist Sonntag !


Auch heute geht es zum Abendessen an die Waterfront, der Wind ist sehr frisch und wir suchen einen Platz im Inneren eines Lokals aber alles ist besetzt, die anderen Menschen wollen auch nicht draußen sitzen. Zu guter Letzt sind wir im Mitchell’s fündig geworden. Es gibt gutes Bier und leckere Filetsteak zu fairen Preisen.