Paarl – Zederberge

5. Tag

Um halb zehn ist Abfahrt aber alle stehen schon um 9:00 Uhr und scharren mit den Stiefeln, es soll weiter gehen. Von Paarl fahren wir Richtung Norden, durchfahren das Örtchen Wellington, dass als Zentrum der Trockenfrüchte-Industrie und der Branntwein- herstellung gilt. Gleichzeitig ist Wellington das Tor zum Bainskloof Pass, zu dem eine enge, unebene Straße führt.
Die Passtraße windet sind nun durch ein enges, malerisches und üppig grünes Tal. Auf der Passhöhe, „Eerste Tol“, stehen noch einzelne Häuser, die ehemals zur Zollstation bzw. den Händlern dort gehörten und einige scheinen verlassen zu sein.

Wir biegen auf die R46 und fahren bis Tulbagh, ein Weinort am Ende des Breede River-Tal. Im Jahre 1969 gab es ein Erdbeben, das den Ort sehr stark beschädigt wurde.
Die Church Street wurde als geschlossenes Ensemble von Häusern im kapholländischen Stil wiederaufgebaut und unter Denkmalschutz gestellt. Wir kehren in ein Lokal oder Laden ein, das super niedlich eingerichtet ist und leckere Sachen anbot. Www.thingsilove.co.za/

Der Weg geht wieder zurück über den Mitchell´s Pass nach Ceres. De R46 ist bestens ausgebaut und das Fahren macht zwar Spaß, doch die Sicht auf die Landschaft ist imposanter. Ceres ist eines der größten Gemüse- und Obstanbaugebiete Südafrikas. Die bekannten Obstsäfte, ganz berühmt der Ceres Apfelsaft, werden hier produziert und seit einiger Zeit wird auch Wein gekeltert.
Nach ein paar Kilometern erreichen wir Prince Alfred Hamlet, da der Ort einen Namen brauchte nahm man den vom zweiten Sohn der Queen Victoria benannt. Auch hier wird hautptsächlich Obst angebaut, was wir an den Plantagen und an den reichlich gestapelten Holzkästen sehen.

Die Fahrt führt weiter auf der R 303 über den 1.018 Meter hohen Gydo Pass und schließlich über Nebenstrecken in die Cederberge.
Nachdem wir von der R303 abgebogen sind fängt endlich der Schotter an und wir sind in den Cederbergen. Auf einem Schild ist zu lesen, dass hier auch Leoparden beheimatet sind. Der Weg führt durch unheimlich schöne Täler Richtung Wuppertal, hier sind wir schon gewesen.
Der Fluß Grootrivier begleitet uns nachdem wir den Blingbergpass überfahren haben bis zur Unterkunft „Mount Ceder“.

Thorsten und Hermann sind ja schon da und haben schon am Wein genippt.
Als Ralf ankommt fahren wir zu unseren Häusern, die alle zerstreut in der Landschaft verteilt sind. Anja, Thomas, Barbara und ich haben ein eigenes Chalets – unweit am Fluss, Hermann und Thorsten wohnen etwas höher. Wir verabreden uns zum Baden und treffen uns am Fluss, der sehr flach ist aber es macht Spaß sich in dem kühlen Wasser zu bewegen.
Danach gehen wir auf die Terasse und genießen den mitgebrachten Wein und einige Biere.

Ralf holt uns mit dem Landcruiser ab und wir fahren in das „Old Millhouse“, wo der Tisch sorgfältig gedeckt ist. Hermann sucht den Wein aus, da kann man auch nicht viel falsch machen, lachen alle.
Hermann bestellt zum Wein ein paar Oliven mit etwas Olivenöl, so köstliche Oliven habe ich ganz ganz selten gegessen. Auf der Farm werden auch Olivenbäume gehalten und sie stellen hier auch das eigene Olivenöl her.

Dann wird die Vorspeise serviert „typisch Buren“, meint Ralf. Es ist ein Klumpen Schafkäse mit Biltong gemischt – unheimlich lecker und schwer.

Die Hauptspeise ist ein Steak vom Hausherrn gegrillt, dazu gibt es Brot mit einer Butterfüllung, Salat und Gemüse und dann noch Nachtisch – Kuchen.
Voll satt fahren wir wieder in unsere Häuschen.