de Hoop – Hermanus

13. Tag

nach dem Frühstück checken wir aus und fahren nach der Tourbesprechung zunächst zu den mächtigen weißen Dünen. Die Wolken hängen tief schwarz runter, einige ziehen sich ihre Regensachen profilaktisch schon mal an.
Unterwegs soll eine Herde von Zebras am Wegesrand gestanden haben, wir haben sie nicht gesehen, es waren wohl zu viele.

Wir können bis zum Parkplatz fahren, da Ralf bei den Motorrädern bleibt können wir die Wanderung über die Holzstege ohne große Ballast vornehemen. Der Blick über die Dünenlandschaft ist gigantisch, auf der anderen Seite tost eine Brandung, schroffe Felsen, die aus dem weißen Sand herausragen, werden von den heftigen Wellen umspült.
Die Wolken werden immer bedrohlicher und wir laufen zurück zu den Motorrädern.
Das erste Stück ist wieder schöner Schotter durch flaches Farmland bis wir auf die R319 kommen. Wir fahren nach Bredastorp, die Verwaltung des Districts Overberg und Getreidesilos, Agrarhandel bestimmen das Geschehen, mehr ist hier auch nicht.

Die Wolken werden immer dunkler, ein paar Tropfen fallen schon. Wir fahren runter zur Küste nach Arniston, der regen fällt langsam, es wird kalt. Wir machen einen kleinen Schlenker durch den kleinen Hafenort.
Bei schönem Wetter ist das sicher sehr idyllisch. Wir fahren wieder zurück und biegen bal auf die Schotterpiste, wo Kap Agulhas schon ausgeschildert ist. Der Regen nimmt wieder ab aber mir ist schon ziemlich kalt.

Auf der R319 erreichen wir auch L´Agulhas und wir fahren direkt zum „Southernmost Tip of Africa“, den südlichsten Punkt von Afrikaa, wo sich der Atlantische und Indische Ozean treffen. Der Himmel ist mit tief schwarzen Wolken verhangen, doch wir lassen es uns nicht nehmen uns am Markierungstein zu fotografieren. Auch der Leuchtturm, der rot-weiß auf der Anhöhge steht ist sehr fotogen.
Im Hafen soll ein nettes Lokal sein, wo wir uns treffen wollen, also los bald ist Mittag.

Unten am Hafen sehen wir auch schon die Motorräder von Hermann und Thorsten, es fängt an zu tröpfeln. Ich suche noch nach dem Rochen, der im Hafenbecken schwimmt und finde ihn auch, er schwimmt aber immer weg. Nun fängt es doch heftig an zu regnen und ich gehe schnell zu den anderen unter das Zeltdach des Fischrestaurant. Total leckere Sachen haben sie auf der Speisekarte aber mir fehlt noch ein wenig der Apetit. Barbara ist Prawns mit Fritten, auch die anderen lassen sich es munden.

Als der Regen endlich nachläßt steigen wir wieder auf die Motorräder und fahren raus aus der Stadt und biegen bald links ab Richtung Elim.
Elim ist eine ehemalige Missionsstation aus 1824 mit ca. 1400 Einwohnern, die Dorfstraße besteht im Grunde aus einer Reihe kleinen weißen Häuschen, die mit Reetdächern gedeckt sind.
Die Herrnhuter Brüdergemeine hat 1963 dort das „Elim Tehuis“ gegründet, ein Heim für 50 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Weiter geht es über Gravelroad durch das Farmland bis Staandford und weiter nach Hermanus, immer die großen Berge auf der rechten Seite im Blick.
In Hermanus tanken wir wieder und finden dann auch unser Hotel, das Harbour House Hotel www.harbourhousehotel.co.za direkt am Meer.
Die Motorräder stehen sich im Innenhof und auch Ralf´s Gespann findet durch viele Mithelfer seinen Platz.

Das obligatorische Stiefelbier nehmen wir am Pool ein und dann gehen wir noch mal in die Stadt etwas bummeln. Aber auch in Hermanus gelten die Ladenschlußgestze, um 17:00 Uhr ist alles dicht, nur ein Lebensmittelgeschäft hat offen und da stöbern wir natürlich durch.
Anschließend gehen wir zur Bucht und schauen auf das Wasser, wo die Southern Right Walen jedes Jahr zwischen Juni und Dezember die Bucht von Hermanus besuchen.
Der Name der aus der Familie der Glattwale stammenden Southern Right Wale ist aus der Zeit, als die Wale noch gejagt wurden. Sie waren die „richtigen“, geradezu idealen Wale zum Jagen Leider sind wir außerhalb der Saison da und sehen keine Walflosse aber der Blick ist dennoch einfach schön und wir genießen das Tosen des Wassers.