25.9. Ruhepool

Als wir wach werden, ist schon mächtig Krach im Hof, die Gruppe hat schon gefrühstückt und nach und nach fahren die einzelnen Gruppen ab. Nick fährt ganz am Schluss hinterher.

Dann ist Ruhe und wir gehen runter. Gerne hätte ich Nick Sanders kurz gesprochen aber der kleine Quirling ist extrem besorgt um die Gruppe und hat kaum Zeit für andere.

Das Frühstück schmeckt mir noch ganz gut, doch danach geht es mir immer schlechter, Darmkrämpfe und Durchfall wechseln sich ab. Irgendwie schlafe ich am Rand des Pools ein und bemerke nicht, dass meine Beine langsam aber sicher verbrennen.

Am späten Nachmittag raffe ich mich auf und wir gehen wir in die Stadt. Wir werden mehrfach auf Deutsch angesprochen, jeder will uns den Weg zu irgendeinem Shop zeigen, wo sein Freund uns empfangen möchte. Wir schütteln aber alle ab, der Durchgang durch die Medina mit dem außergewöhnlichen Markt ist für mich anstrengend und wir suchen ein Restaurant an der Straße. Mit Händen und Füßen erklären wir was wir essen möchten – Hackbällchen mit Reis. Der Junge geht in ein Nachbarshop und holt Fleisch, dreht es durch den Wolf und brät uns kleine Bälle und wundern sich, dass wir auf Salat verzichten. Das Ganze schmeckt lecker und wir haben mit der Verdauung so auch keine Probleme mehr. Während wir in dem Straßenlokal sitzen, formiert sich eine Parteiendemo, die Partei nennen wir Treckerpartei, weil auf den T-Shirts, Kappen und Fahnen sowie auf den tausend Plakaten und Handzettel blaue Trecker abgedruckt sind. Autos fahren vor, alle mit Plakaten der Treckerpartei beklebt, junge Leute steigen aus, andere steigen ein, ein reges Treiben. Wir gehen schließlich wieder zurück zum Hotel, natürlich mit Handzettel.

Von der Dachterrasse hatten wir sehr gute Sicht, doch wir sollen in das nun freigewordene Zimmer ziehen. Das Zimmer und das Bad ist bedeutend größer und luxuriöser aber eben ohne Aussicht auf die Stadt.