28.9. die Wasserfälle von Ouzoud

Am liebsten würde ich liegen bleiben aber das Frühstück ruft und wir überlegen ob wir zu den Ouzoud Wasserfällen fahren. Die Vermieterin meint, es sei nicht weit. Das Frühstück ist wie das Abendessen mehr als ausreichend und wir gehen pappsatt in unser Häuschen und ziehen uns zur Ausfahrt um. Noch ist es kühl aber als wir nach dem Tanken aus Demnate herausfahren kommt uns der warme Wind schon entgegen, knapp 30°C zeigt das Thermometer schon an. Die R307 endet an der R304, wo wir rechts nach Tanannt abbiegen. In dem Ort herrscht reges Treiben, am Straßenrand entladen Taxibusse ihre Fahrgäste, die wohl zum Markt wollen. Auf dem weiteren Weg sehen wir oft, dass viele Esel und Muli unter Bäumen an Kreuzungen angebunden sind, offensichtlich kommen die Leute mit den Tieren bis hier hin geritten und werden von den Taxen weiter in die Stadt befördert.

Als wir in Ouzoud ankommen werden wir gleich heran gewuncken, um auf einen bestimmten Parkplatz zu fahren. Ich suche mir aber einen Platz im Schatten aus, von wo wir durch Oliven- und Feigenbaumhaine zu den Wasserfällen gehen. Einige Führer bieten sich an, doch wir glauben den Weg schon zu finden – ist auch nicht schwer. Wir sind am oberen Punkt der Wasserfälle angekommen und sehen das Wasser in mehreren Etagen über rote Felsen fallen. Der Rand ist von Feigenbäumen und urwaldähnlichen Lianen bewachsen und überall ist wohltuender Schatten. Wieder bieten sich Führer an, uns nach ganz unten zu geleiten, doch auch dieser Weg ist leicht zu finden. Der Gehweg ist mit Ständen bestückt und wir sparen den Einkauf für den Rückweg auf. An der ersten Ebene können wir das Wasser schön fallen sehn, insgesamt sollen es 110m sein, überall ist es grün und der Sprühnebel kühlt angenehm. Wir gehen nicht weiter runter weil wir uns den mühsamen Aufstieg in der Motorradkluft nicht gut vorstellen können. Die Verkaufsstände bieten nichts was uns wesentlich interessiert, bis auf ein kühles Getränk. Wir machen nochmal Pause und haben mit der Rückfahrt noch etwas Geduld. Konditionell sind wir am Rande, der Durchfall macht doch ziemlich zu schaffen, auch wenn z.Zt. Ruhe ist.

Der Rückweg nach Demnate ist auch schnell erledigt, wir kaufen noch schnell Geld ein und etwas zum Knabbern für heute Abend ein. Dabei wird Barbara freudig überrascht, der Verkäufer kommt ihr aus dem Laden hinterhergelaufen, um Ihr das passende Wechselgeld zu geben. Er hatte wohl einen falschen Preis abgerechnet – es handelt sich um ein paar Cent aber umso wichtiger war der Fall. Ob bei uns einer seinen Laden dafür verlassen hätte?

Wir kühlen uns noch im Pool ab und genießen die Ruhe in der Auberge, die Franzosen kommen erst später und dann wird´s lauter. Bevor es wieder leckeres Abendessen gibt bereiten wir unsere Route für den nächsten Tag vor.