3. Tag: Windhoek – Wüstenquelle

Wir haben Neujahr und wir dürfen länger schlafen. Nach dem Frühstück und Rainers Briefing fahren wir los. Zunächst durch die Stadt, wir kommen gut voran, der Verkehr ist nur mäßig, Neujahr eben. Die Asphaltstraße C28 führt uns raus aus der Stadt, und wir biegen bald rechts auf die D1958 ab und kurvige Schotterpisten führen uns in das hügelige Farmland des „Khomas Hochlands“. Die Strecke wird deutlich kurvenreicher und die Piste sandiger, später mündet die 1958 in die D 1967. Diese ist noch sandiger. Sandverwehungen und einige Pfützen müssen durchfahren werden. Die D 1967 trifft schließlich auf die B2, wo kräftiger Verkehr aus Swakopmund Richtung Windhoek fließt. Die Urlauber fahren aus ihrem Weihnachtsurlaub nach Hause. Die meisten rasen und wir fahren mit den WRs ganz links, ab und zu auf dem Standstreifen, um den gefährlichen Überholvorgängen nicht im Weg zu sein und eventuell übersehen zu werden. Am Straßenrand stehen Anke und Jens, unterhalb des Strassenabsatzes steht Maik neben seinem Motorrad, sein Vorderreifen hatte einen Plattfuß und er konnte die WR nur noch nach links runter von der Straße lenken, nix passiert.

In Karibib tanken wir und fahren dann weiter auf Schotter nach Otjibingwe. Auch hier tanken wird nochmal vollgetankt, denn auf der Farm Wüstenquell gibt es kein Benzin und wir werden in den nächsten Tagen mit dem was wir nun tanken auskommen müssen.

Die Piste ist gut und wir kommen gut voran. Schließlich kommen wir an einem stillgelegten Marmorsteinbruch vorbei. Weiße steile Wände leuchten von weitem auf, türkisfarbenes Wasser ist in einem Loch eingesperrt. Mehrere Gatter müssen durchfahren werden, an einer Farm biegen wir links ab und nun wird der Weg heftiger. Tiefsand wechselt sich mit Stein- und Schotter ab. Es sind einige Tore zu durchfahren. Irgendwann ist Rainer mit dem Landcruiser hinter uns und schließt jeweils die Gatter. Nach ca. fünfzehn Minuten Endurospass sind wir am Farmhaus der Guestfarm Wüstenquelle angekommen. Oliver Rust begrüßt uns, die anderen sitzen schon im Schatten beim Bier. Nachdem wir uns von der Fahrt mit dem Bier erholt haben, werden wir von Justus zu unserem Haus gefahren. Da das Farmhaus voll belegt ist, dürfen „die Ehepaare“ und zwei weitere die Häuser auf dem Gelände beziehen. Justus will uns um halb acht wieder abholen. Wir duschen und genießen zwischenzeitlich den Sonnenuntergang am Haus. Justus verspätet sich und kommzt erst kurz nach acht Uhr. „I´m late“ sagte er und entschuldigt sich damit, dass er noch Gulasch zubereiten mußte. Wir nehmen es mal so hin.

Als wir am Farmhaus ankommen ernten wir natürlich Spott und setzen uns an den langen Tisch auf der Terasse. Es gibt wirklich Gulasch mit Reis und Rotkohl. Eine gewagte Kombi aber richtig lecker.

Justus fährt uns auch wieder zurück zum Haus. Es ist nun richtig dunkel, wenn der Mond, obwohl er sich nur als Sichel darstellt, nicht schon so hell scheinen würde hätten wir einen genialen Sternenhimmel. Wir nehme noch einen Absacker auf der Terasse und betrachten noch eine Weile die Sterne.