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Ausfahrt mit Behinderten



aus Elmshorner Zeitung vom 29.05.2002
 
 

Integration auf Rädern

Elmshorner Polizei organisierte Motorradausfahrt mit Behinderten 

Mit mehr als 130 Bikern startete das Polizeirevier Elmshorn am Montag in die Motorradsaison. Auf dem Programm stand eine Fahrt durch Schleswig-Holstein. Auch 17 behinderte Menschen waren dabei.

Elmshorn (al). 
Die Motorradfahrer kamen zum Teil aus Neumünster, Heide, Brunsbüttel und Jork zum Start nach Elmshorn. Einige brachten ihren Gespannwagen mit, in dem sie die körperlich und geistig behinderten Gäste mitnahmen. Auf dem Parkplatz der Gaststätte ,,Sibirien" sammelten sich die rund 130 Teilnehmer der Ausfahrt. In einer Kolonne führen die Biker die von der Polizei abgesicherten Strecken nach Bad Bramstedt, Bornhöved und Eutin. Die erste Kaffeepause legten die Zweiradfahrer in einer Boostedter Gaststätte ein. Bei Sonnenschein verzehrten die Teilnehmer einen Snack und tauschten sich über die Erlebnisse auf den otorrädern aus. Motorradwitze und kesse Sprüche machten mit die Runde. Anschließend ging die Fahrt nach Eutin weiter, wo ein Mittagessen in der Kantine der Bereitschaftspolizeidirektion geplant war. 
Der Rettungsdienst, die Freiwillige Feuerwehr ,Elmshorn und das Technische Hilfswerk, die die Rollstühle der Gäste transportierten, begleiteten die Fahrer. Zurück ging es auf der fast neunstündigen Tour durch die holsteinische Schweiz, vorbei an noch blühenden Rapsfeldern, Alleen und Wiesen. 
Bereits seit zehn Jahren lädt das Polizeirevier Elmshorn zum Start der Motorradsaison viele Biker ein. Aber die Idee, Menschen mit Behinderungen mitzunehmen, ist erst vor zwei Jahren entstanden. Der an Muskeldystrophie leidende Mario Brehm gab dem stellvertretenden Leiter des Polizeireviers Elmshorn, Klaus Tempel, den Anstoß dazu. So nahmen an dieser Fahrt geistig ,und körperlich Behinderte der Lebenshilfe EImshorn, dem Hause Grüne Wolke in Barmstedt und der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke teil. ,,Die Organisation der Tour war super und die Hilfsbereitschaft untereinander riesig", sagte Mario Brehm' der die Fahrt mit seiner Frau Stephanie im Beiwagen sichtlich genoss. Dörte Hein, Leiterin der Begegnungsstätte der Lebenshilfe, bestätigte: ,,Wir haben uns sehr wohl gefühlt." Zum Schluss der Bikertour waren alle Teilnehmer bei ,,Karins Fahrrad-Cafe" in Lutzhorn von der Besitzerin Karin Semmelhaack zu Kaffee und Kuchen eingeladen worden. Klaus Tempel war mit der gesamten Tour sehr zufrieden: ,,Es stimmte einfach alles. Keiner hat eine Schramme abbekommen und das Wetter hat mitgespielt."

der Sammelpunkt auf dem Parkplatz "Sibirien"
die 1. Rast in Boostedt
die Kantine der Bereitschaftspolizeidirektion
Pause auf dem Rastplatz
letzte Pause in ,,Karins Fahrrad-Cafe", die Kradpolizisten verabschiedeten sich hier
Ankunft in Sibirien gegen 17:30 
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