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Andalusien / Costa del Sol 10.2005

Anreise und Warten


2 Wochen Andalusien, mit dem Motorrad - wie soll das gehen? Autozug zu teuer und dann noch die Anfahrt nach Andalusien, nein, bleibt nur Motorräder leihen -  macht 2 Motorräder (XT600) á 55,- €/Tag macht zusammen 1.100€. Ein Kollege hatte die Idee, ich kenn da eine Spedition, die transportieren täglich nach Malaga oder Marbella. Ich rief gleich an, doch der Preis war doppelt so hoch wie eine Mietung vorort, nach Internetrecherche kam ich auf ITC, die boten an das Gespann von Hamburg nach Malaga für 750€. Auftrag erteilt und schon ging das Drama los. Schon die Abholung war eine Katastrophe, drei Termine wurden nicht gehalten, zunächst war es ein Lkw der in Schweden liegen geblieben war dann ein kranker Fahrer usw. Beim vierten Anlauf holte ein Nachunternehmer von ITC das Gespann per Anhänger ab und sollte es in vier Tagen nach Spanien bringen.


 
9.10.2005
Pünktlich um 14:00 Uhr sind wir in Malaga gelandet. Die Gepäckausgabe dauert zwar etwas lange aber schließlich hatten wir unsere Koffer. Auf meinem Koffer war ein kleiner Aufkleber, sah irgendwie offiziell aus. Na schau mer mal.
Zur Mietstation „Crown Car Hire“ war es nicht weit und unsere Auto hatten wir auch ziemlich schnell. Schöne Überraschung: ein VW Caddy mit Klimanlage, statt eines kleinen Opel Corsa, den wir eigentlich bestellt hatten. Auf ging es zur N7, im nachhinein eine simple Streckenführung nach El Faro, aber so im ersten Eindruck vom Flughafen weg scheint alles viel zu kompliziert, einfach immer auf der E7 bleiben, bis zur Abfahr El Faro.
In El Faro war erst einmal suchen angesagt nach „Autos Kiki“ denn anstatt auf den Ortsplan zu schauen der direkt am Eingang stand fahren wir erst mal drauf los und drehen drei Ehrenrunden. Schließlich haben wir unsere Schlüsselausgabestelle auch gefunden. Zu dem Schlüssel gab es dann auch einen Ortsplan dazu, und schwubb di wubb hatten wir auch die Calle Sevilla 73b gefunden. Zuerst mussten die Stahlgitter an der Haustür geöffnet werden, etwas ungewöhnlich. Drinnen war es einfach aber entsprach voll den Bildern die wir im Internet gesehen hatten. Das Bad und die Küche waren absolut sauber und funktionell. Die Betten waren etwas gewöhnungsbedürftig und außerdem standen sie in beiden Schlafzimmer meilenweit auseinander. Zuerst dachte ich einfach zusammenrücken, aber Pustekuchen, die Kopfenden sind an der Wand festgeschraubt. 
Im Wohnzimmer steht ein Esstisch mit vier Stühlen und Blick über die Terrasse Richtung Meer. Also Sonnenuntergang vom Balkon aus ist perfekt. Außerdem eine Couch und zwei Sessel, alles in dunklem Holz. Ein typische spanische Einrichtung. 
Die Terrassentür ist ebenfalls durch ein Eisengitter geschützt, wir haben später erfahren das dies in Spanien üblich ist: überall Gitter vor den Fenstern und Türen.
Der Strand liegt ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt, ein kleine Bucht mit dunklen Sand. Jetzt in der Nachsaison ist hier nichts los, obwohl die dahintergelegenen Apartmentanlagen schlimmeres befürchten ließen.
Das Wetter? Na ja in Hamburg war es sonniger aber ein paar Grad kühler, irgendwie glaubt man ja immer im Urlaub scheint immer die Sonne. Im Laufe des Tages wurde es auch immer grauer.
So nun waren wir da und hatten eigentlich nichts zu essen und zu trinken da. Unser Hausnachbar war so freundlich uns in Fuengirola ein Geschäft zu zeigen das heute geöffnet hat. Eigentlich kein Problem, aber dieses Wochenende war ein „großen Fest“ so das die Geschäfte alle geschlossen hatten.
Na ja wir fanden was wir brauchten und waren rundum zufrieden. Am ersten Abend wollten wir nett essen gehen, und sind in das Restaurant „Playa el Faro“ gegangen, dies liegt direkt neben dem Strand und hat einen schönen Blick aufs Meer. Wir saßen gerade gut auf der Terrasse, da fing es an zu regnen. Schade. Drinnen wurden wir dann prompt bedient. Wir bestellten eine gegrillte Goldbrasse und  gebratene Sardellen. Dazu gab es Pommes und drei Bier.
Zurück im Haus, war es auch schon vorbei mit dem Regen und wir konnten unsere erste Flasche spanischen Rotwein auf der Terrasse genießen.
 
10.10.2005
Die erste Nacht im Haus war nicht so dolle, und am nächsten morgen lachte uns der feuchte Himmel entgegen. Laut Wetterbericht bleibt das erst mal so. Schade. Ok heute soll das Gespann angeliefert werden, also warten. Gegen 10:30 Uhr rief Gerd bei der Spedition an, die Information kann man als nichtwissend bezeichnen, aber bemüht. Gegen 12:20 erneuter Anruf in Deutschland, wieder nix, also erst mal das Auto um einen Tag verlängert. Um 12:40 Uhr rief Herr Kühnlein (ITC ) zurück und teilte uns mit, das der Fahrer am Samstag in Valencia einen Motorschaden hatte und er glaubt nicht, dass das Motorrad heute noch in Malaga ankommt. Er bemühe sich aber um weitere Informationen und meldet sich heute Nachmittag noch einmal.
Na gut, bevor der Tag ganz mit rumhängen vertan wird, fahren wir nach Fuengirola einkaufen. Eine Liste hatten wir schon fertig, und da der Kühlschrank recht groß ist, wollten wir für ein paar Tage einkaufen, schließlich hatten war ja auch noch das Auto um einen weiteren Tag gemietet. 
Durch unseren Hausnachbar hatten wir erfahren, wo das größte Einkaufszentrum ( und dazu noch überdacht ) ist und das war für das Wetter und die etwas nervennagende Situation genau richtig.  Sogar Parkplätze in ausreichender Menge in der Tiefgarage. Super.
Um 15:15 Anruf der durch ITC beauftragten Subspedition, der Fahrer wäre in Valencia aus der Werkstatt rausgefahren und er schätzt 6 Stunden Fahrzeit. Der Fahrer meldet sich rechtzeitig. Na das war doch eine Aussage, die Hoffnung aufkommen lässt. Gleichzeitig kommt auch eine SMS von ITC, das der Fahrer losgefahren ist. 
Nachdem wir lauter leckere Sachen eingekauft haben und alles verstaut haben, fahren wir zurück zum Haus. Und warten wieder. Mit der Aussicht, dass das Gespann abends endlich geliefert wird, schmeckt das Abendessen umso besser.
Die 21:00 Grenze war längst überschritten, um genau zu sein es war bereits 22:15 als der Fahrer endlich anrief, seltsam die Nummer war eine Festnetznummer, egal: Der Fahrer war in Torre del Mare und fragt uns wo wir denn nun wohnen, Gerd erklärte ihm das er da wohl ziemlich falsch sein und das Gespann nach EL Faro geliefert werden muss. Nach dem der Fahrer erklärte er käme dann morgen früh, ist Gerd geplatzt und bestand darauf, dass das Gespann an diesem Abend geliefert werden muss. Der Fahrer war darüber wenig erfreut und Gerd erklärte ihm den Weg und die richtige Lieferadresse die er angeblich nicht hatte. Der Fahrer sagte zu loszufahren. Um 23:50 Uhr hörten wir draußen jemanden rufen, Gerd und ich raus und da stand der Fahrer ziemlich entnervt vor der Tür. Das Auto und der Anhänger mitten auf der Strasse und das in einer Sackgasse. Ihm war das alles offenbar auch sehr unangenehm und bevor noch irgend etwas beim abladen passiert, luden wir den Fahrer ein, bei uns zu duschen ein Bier zu trinken und dann bei uns zu übernachten, das Abladen sollte dann am nächsten morgen erfolgen. 
Er nahm dankend an und gegen 1:00 Uhr morgens nach einer langen Unterhaltung ging er duschen schlief dann anschließend in dem zweiten Schlafzimmer. Irgendwie hatte ich dann doch ein komisches Gefühl im Bauch  und war etwas unsicher, einfach  ein fremden Menschen bei übernachten zu lassen, aber um so überraschter war ich, als ich am nächsten morgen sah, das der Fahrer alle Papiere und sein Portemonnaie mitten auf dem Wohnzimmertisch liegen gelassen hatte, war ich ziemlich überrascht.  Ich wünsche ihm das sein Vertauen nie missbraucht wird.
 
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