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Seealpentour 09.2006

Grenzgang über Pässe (nach Frankreich)

Die Nacht war recht kühl, doch am Morgen ist es wieder richtig schön, wir erwarten einen warmen Tag. Wir fahren durch das Valle d´Aosta in westlicher Richtung, diese Seite des Tal ist wesentlich schöner als was wir am Tag zuvor sahen, alles blumiger, romantischer, vor allem der Blick auf das Mont Blanc Massivs ist großartig. Am oberen Ende des Aostatales, südlich des mächtigen Mont Blanc biegen wir in Morgex  links zum kleinen St. Bernhard ab. 
 kleinen St. Bernhard (2188 m)
Der Pass, der das Aostatal in Italien mit der Region Savoyen in Frankreich verbindet, ändert dann auch seinen Namen, so wird aus dem wo er Colle d. Picolo San. Bernardo  der Col du Petit Saint Bernard. Bis La Thuile fahren wir noch in der Talsenke mit vielen Kiefern und bei Ortsausgang in einer weiten Rechtskurve führt die Straße mit schlechtem Belag über Almen weiter nach oben, die Strasse wird schmaler und steigt in wilden Kurven nach oben. Bis über die Baumgrenze haben wir immer eine Blick hinab nach La Thuile und in das Aostatal.
Die Grenzstation auf dem Pass ist verlassen, die Gebäude verrammelt und dem Verfall preisgegeben, ein Souveniershop verkauft Aufkleber und komisch anmutende Stoff- Bernardiner. Wir fahren weiter Richtung Frankreich, die Straßen sind zwar griffig aber schlechter als auf der italienischen Seite.
Col d´Iseran (2764m)
Bei Séez biegen wir auf die D902 Richtung Val d'Isère. Die eigentliche Passstraße verläuft von Val d´Isere im Norden nach Bonneval-sur-Arc im Süden. Insbesondere auf der Nordseite hat aber der gut ausgebaute vorhergehende Anstieg von Seéz nach Val d'Isère auch fast durchweg Passstraßen-Charakter mit Steigungen zwischen sieben und zwölf Prozent. Rechter Hand blicken wir auf den Mt´Pourri und kommen am Stausees Lac du Chevril vorbei,  die Straße führt dort durch eine lange Reihe von Galerien und Tunnels. Auf dem Pass gibt’s dann ein kleines Cafe und wir leisten uns den Luxus von 2 Capuccino und ein Stück Kuchen für 11,20€, das war alles sehr lecker aber ziemlich übertrieben teuer. Der Preis wird nur durch die herrliche Aussicht auf die kargen Berge gerechtfertigt.
Die Abfahrt durch die karge Bergwelt ist toll, immer wieder halten wir an um die Gegend zu genießen. 
Col du Mont Cenis (2081m)  
In Lanslebourg biegen wir auf die N6 zum nächsten Pass, der zwar von Höhe und Imposants nicht viel bieten kann, doch der herrlich türkis blaue See ist eine Augenweide. In Lanslebourg biegen wir auf die N6 zum Col du Mont Cenis (2081m) mit dem herrlich türkisblauem See. Ringsum begleiten uns die schneebedeckten Berge.
Die Fahrt nach Susa verläuft schnell und wir finden den Abzeig zum Col d´Finestre dank GPS sehr schnell. Hier haben auch Tips aus dem BoFo geholfen.

Kurz vor verlassen der Stadt, knallt mir eine Wespe ans Auge und sticht gleich zu, Ich ziehe schnell den Helm ab und kühle die Stelle mit der Wasserflasche, Gott sei Dank hat die Wespe nur den Knochen erwischt und nicht richtig zugestochen und so konnte ich den Anschlag einigermaßen überstehen – Schwein gehabt.

Col d´Finestre (2176m)
Die nördliche Strecke ist im Mapsource nicht dargestellt, aus dem Boxer-Forum wurden mir Tracks zugesandt, die ich nur nachfahren musste. 
Die Anfahrt auf dem sehr schmalen Asphaltweg gestaltet sich mit dem Gespann bei Gegenverkehr schon recht schwierig. Durch den engen Bewuchs der Straße sehe ich den Gegenverkehr in den Kehren recht spät und so gibt es schon mal eine heikle Situation, die Ausweichstellen sind selten und so muss ich mit dem Seitenwagenrad oftmals vom Asphalt runter.
Nach halben Weg fängt der Schotter an, in den Kehren ist er recht aufgewühlt und Barbara hat mit der vollbeladenen Twin schon echt zu kämpfen. Sie ist fix und fertig als wir oben ankommen. Doch die Mühen werden auf dem Col belohnt, herrliche Aussicht über die zurückgelegte Strecke. Ein älterer Motorradfahrer mit 350er Suzuki spricht uns an und beschwert sich über das Verhalten einiger Kollegen mit den bunten Anzügen und vor allem über die 4-rädrigen Wahnsinnigen, die Straße aufwühlen. „Die machen uns alles kaputt“ meint er leicht verbittert. 
Bei der Abfahrt halten wir kurz  an der Abbiegung zum Col dell´Assietta an fahren aber runter nach Finestrelle um uns einen Campingplatz zu suchen. Es ist schon spät und wir fragen im Ort einen Passanten, der uns Richtung Sestriere schickt. Auf halben Weg finden wir einen Campingplatz. Der Campingplatzbesitzer zeigt uns einen Platz zwischen Wohnwagen und Mülltonnen, wir lehen dankend ab und  fahren weiter. Vorbei an Sestriere und stoppen schließlich in Cesana Torinese an einer Tankstelle und fragen noch mal nach einem Campingplatz. Der Tankwart meint in Oulx sei einer, ob der aber offen hat wisse er nicht ( es war ja schon September ?!) . Gegenüber sah ich ein Hotel und eine Grupper holländischer Motorräder packten gerade ab um in das Hotel zu gehen – da gehen wir hin. Für 75€ und 3 € für den Garagenplatz übernachteten wir in einem sehr schönen Zimmer mit Bachrauschen vor dem Fenster. 
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