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Seealpentour 09.2006

Col de Tende 1871 m

Über Breil fahren wir  am nächsten Tag wieder bei schönem Wetter, die SS20 hoch. Durchqueren den Tunnel de Tende, ohne eine Ausfahrt zu dem berühmten Tende Pass zu sehen. Auf französischer Seite mit noch wenigen Schildern ausgestattet, und eher schlechter Strasse, fährt man in den absolut dunklen Tunnel um auf der italienischen Seite mit guter Strasse und  vielen Schildern anzukommen. Leider ist das Wetter auf der italienischen Seite schlecht. Wir fahren bis Limone, gehen im Zentrum spazieren und kaufen noch einpaar Kleinigkeiten ein. Es fängt wieder an zu nieseln und wir fahren zurück. Kurz hinter der Abfahrt nach Limonetto, ein kleiner Skiort, finden wir die Abfahrt zum Col de Tende, der südlichste der großen Alpenpässe. 



 

Der Pass trennt die Seealpen von den Ligurischen Alpen. Die asphaltierte Nordrampe ist mit ihren 12 Kehren wenig spektakulär, die Südrampe, Schotterstraße, hingegen dürfte mit ihren, teils dicht übereinanderliegenden, 48 Kehren zu den atemberaubensten Passstraßen der Alpen zählen.
Bei unserer Anfahrt wird es immer feuchter, ab der Baumgrenze wird es nebelig, sodass wir kaum den Straßenrand sehen. Dank GPS sehe ich immer wann die nächste Kehre kommt, Barbara klebt mit der Twin hinter mir. Am liebsten würde sie umkehren. Als wir die Passhöhe erreichen, sehen wir fast die Hand nicht mehr  vor Augen und kehren nach einem obligatorischen Foto fahren wir auf der Nordrampe wieder zurück.
In dem Ort Tende machen wir Pause, stellen die Motorräder ab und bummeln durch den beschaulichen Ort mit schönem Panorama. Die Sonne ist auch wieder da. Kurz vor Tende beginnt das Roya-Tal, der Fluss mündet bei Ventimiglia im Mittelmeer. 

Bei der Fahrt von Breil Richtung Tende fiel uns schon der Ort Saorge auf, der mit übereinandergestapelten Häusern am Berg klebt. Wir fahren über die südliche Stichstraße rauf zum Ort und bummeln durch die engen Gassen. Es scheint sich hier eine „alternative Szene“ anzusiedeln, kleine Lädchen bieten Honig, Süßigkeiten, Handwerkskunst oder Malerarbeiten an. Nachdem wir auch das Kloster aufgesucht hatten fahren wir wieder zur SS20 und folgen ihr parallel zum Roya, der sich teilweise durch den Fels gefressen hat. 
Wir folgen dem Fluss, durchfahren Breil de Roya, erreichen wieder Italien und biegen schließlich bei Airole auf die D93 zurück nach Sospel.
Am Abend gehen wir ausnahmsweise in die Stadt und suchen ein schönes Restaurant mit Blick auf die belebte Straße. Unsere Pizza wird serviert und es setzen sich noch zwei Motorradfahrer aus dem Schwabenland zu uns. Wir unterhalten uns recht lange, es ist schon nach Mitternacht als wir zum Campingplatz zurückgehen. Aber es war ein schöner Abend und wir hatten uns viel zu erzählen.
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