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Seealpentour 09.2006

Grand Canyon / Gorges du Verdon

Die Schlucht Grand Canyon du Verdon beginnt flussabwärts nach der Stadt Castellane, von wo aus der Fluss Verdon über lange Zeit durch den Jura-Kalk eine bis zu 700m tiefe Schlucht grub. Nach 21 km endet die Schlucht und der Verdon mündet im Lac de Sainte-Croix
Der Staudamm des Lac-des-Sainte-Croix wurde von 1971-1974 erbaut und der aufgestaute See überflutete 2 Dörfer, wobei der Ort Les Salles zuvor an das südliche Ufer verlegt. Die Häuser wurden allesamt neugebaut und leider verblieben die historische römische Brücke und der Kirchturm im See. Der Stausee, der vor allem zur Energieerzeugung und Wasserversorgung genutzt wird, ist ein beliebtes touristisches Ziel. Baden und Surfen ist erlaubt, ebenso das Befahren mit Segel- und Elektrobooten.
Das gesamte Gebiet des Grand Canyon du Verdon wird touristisch verwertet. Canyoning, Rafting oder Kajakfahren auf dem Fluß, Wanderungen neben dem Fluss oder Paragliding in der Luft und Radfahren auf der Straße – alle Sportarten sind vertreten. 
Wir bleiben beim Motorradfahren und fahren eine Runde um den Grand Canyon, wählen zunächst die Corniche Sublime über Aiguines und dann immer am Rand des Abgrunds. Super Aussichten und die für Sightseeing eingerichteten Plattformen am Straßenrand laden immer wieder zum Stop ein. Die knapp 10km ziehen sich deshalb ganz schön, einige Tunnel und Engen z.B. Tunnels du Fayet sind zu durchfahren, Wohnmobile behindern oftmals den Verkehr. Die Pont de l´Artuby überspannt den Artuby , einen Nebenfluss des Verdon und die Straße entfernt sich vom Canyon. Über Trigance fahren wir zum Balcons de la Mescala und überqueren die Schlucht an der Brücke, wo Sonntags oft Mutige das Bungeespringen wagen.
Über den Point de Sublime fahren wir auf der Nordseite der Schlucht Richtung Westen. Vor La Palud biegen wir auf die Route de Crêtes ab. Die Kammstraße wurde 1973 als Rundkurs angelegt und bietet zahlreiche atemberaubende Ausblicke auf die Schlucht. Sie ist aus dieser Richtung teilweise als Einbahnstraße angelegt, wäre bei der Breite auch nicht anders gegangen, sie ist recht schmal und ich habe mit dem Gespann ziemlich Probleme langsame Wohnmobile zu überholen. Die Straße führt auf 1459m hinauf. Auf halber Strecke machen wir auf einem kleinen Parkplatz Rast und genießen während des genialen Ausblicks das Baguette mit Salami.
Nachdem wir die  Route de Crêtes verlassen haben trinken wir in einem Cafe einen leckeren aber schweineteuren Capuccino. Bei den Preisen macht es keinen Spaß mehr sich derartige  Pausen zu gönnen. 



 
Wir fahren die Route weiter und biegen nach Moustiers Sainte Marie ab.
Der Ort ist ein Touri-Highlight, mit vielen schönen Häusern, die sich  am Fels festklemmen, jedes Haus beherbergt einen Souvenirladen, wo die berühmte Fayencekunst, Geschirr mit besonderer Malerei, und Parfüm aus der Gegend und andere Produkte aus Lavendel angeboten werden. In Fayencenmuseum soll die Entstehung der Kunst belegen.
Der Ort, der durch einen Wildbach getrennt ist, ist voll mit Touristen, alle Lokale sind besetzt. Zwischen den Felsen der Schlucht hängt eine schwere Kette, mittig daran ein goldener Stern. Das soll aus einem Gelübde eines Ritters stammen, weil er heil aus einem Feldzug zurück kam. Ob er das Teil alleine hinhängte, möchte ich bei der Höhe leicht bezweifeln, auf alle Fälle sieht es gut aus und ist Touristenmagnet.
Nach einer guten Stunde Stadtbummel fahren wir noch Tanken und kehren zum Zeltplatz zurück.
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