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Seealpentour 09.2006

Pässefahrt auf olympischen Spuren

Nach dem „opulentem“ Frühstück – en petit – ein paar Scheiben Weißbrot mit Butter und Marmelade sowie einwenig Kaffee verabschiedeten wir uns von der sehr netten Gastgeberin, die sich Mühe gab langsam französisch zu sprechen.
Über Lans en Vencours fahren wir durch den Gorges d´Engins, die Berge sind steil und wild und die Schlucht ist tief eingeschnitten, sehr spektakulär. Die Strasse ist eng aber gut ausgebaut und es reiht sich eine Kurve an die nächste. Die Strecke ist eine schöne Einfahrt nach Grenoble, wo wir zunächst durch stupides Industriegebiet schließlich das Zentrum finden. Während der Mittagszeit gehen wir kurz bummeln und essen etwas. Schließlich fahren wir weiter und erreichen über die D524 den Abzweig auf die D111 nach Chamrousse, die berühmte Wintersportstätte, wo die Olympiade 1968 stattfand. Leider wie überall, alles leer, es wird umgebaut oder neu gebaut und nichts von dem olympischen Flair zu sehen. Stattdessen hatten wir zu allem Überfluß auch noch Nebel und die Kälte zog langsam durch Mark und Bein.
Nach dem Rundkurs fahren wir auf der N91 entlang des Gorges de la Romanche. Anfangs ist die Straße sehr breit ausgebaut, wird aber in der Höhe schmaler und auch interessanter. In Le Bourg-d´Oisans halten wir am Straßencafe an und trinken einen Capuccino bevor wir wieder nach Italien und damit zum Col de Galibier hochfahren. Den Abstecher zum Skiort Alpe-d´Huez schenken wir uns. Es ist wieder richtig warm geworden und wir fahren die N91 entlang des Stausee der Romanche, den Lac du Chambon und erreichen den Pass Col du Lautaret und biegen dort schließlich auf die D902 

Col du Galibier 2645 m
Der Pass ist der zweithöchste asphaltierte Übergang in den Alpen. Er verbindet die Maurienne (Arc-Tal) im Norden mit dem Guisane-Tal und Briancon im Südosten sowie le Bourg-d'Oisans und Grenoble im Südwesten. Regelmäßig ist der berühmte Pass Attraktion der Tour de France und hat wegen seiner langen und recht steilen Anstiege die Rundfahrt nicht selten entschieden. Die Fans haben die Namen und Symbole  ihre Idolen und Fahnen der Nationen auf der Straße gemalt und dadurch die Jungs angefeuert.
Die Anfahrt zum Pass ist gigantisch, kahle Hänge begleiten uns an der einen und steiler Abgrund auf der anderen Seite. Die Straße ist nicht in besonders gutem Zustand und das Gespann springt schon mal hin und her. Der Blick in die Tiefe ist gigantisch. 
Auf dem Pass angekommen, genießen wir die Aussicht, im Norden die Savoyen, im Süden die Hautes-Alpes. 


Die Abfahrt führt uns schließlich in das Tal des Flusses L´Arc nach Saint-Michel-de-Maurienne. Wir finden ein Zimmer im Hotel du Galibier für 86,50€ mit Frühstück und Abendmenü. Das Essen war lecker, das Zimmer in Ordnung. Neben uns waren noch zahlreiche Gäste aus Deutschland, die Nationalmannschaft der Nordischen Kombinierer, wie wir später herausfanden. Die Jungs saßen unmotiviert beim Abendessen und schienen eher gelangweilt. Der Trainer erzählte uns wo und was sie in den letzten Tagen trainiert hatten und was noch auf dem Programm steht. Interessant ist vor allem, nachdem man im Winter die Bilder im Fernsehen sieht und den ein oder anderen doch wieder erkennt. Herzliche Grüße von hier aus.
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